Meldung vom 04.02.2010
AOK-Verwaltungsrat stimmt für Fusion mit IKK
Der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen hat heute in Hannover einstimmig die Fusion des Unternehmens mit der IKK Niedersachsen zum 1. April beschlossen.
Die IKK hatte bereits vergangenen Freitag ein positives Votum abgegeben. Damit sind die wichtigsten organisatorischen Hürden für diesen landesweit bedeutenden Zusammenschluss in der gesetzlichen Krankenversicherung genommen.
"Die Fusion wird Versicherten und Arbeitgebern eine Reihe von Vorteilen bringen", so die klare Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Peter sowie der Verwaltungsratsvorsitzenden Ulrich Gransee und Bernd Wilkening. "Die AOK hat vergangenes Jahr einen Überschuss von 69 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese finanzielle Stabilität wird jetzt auch den Versicherten der Innungskrankenkasse zugute kommen: Sie haben die Sicherheit, in diesem Jahr frei von einem Zusatzbeitrag zu sein." Die Finanzkraft beider Partner beträgt etwa 6,3 Milliarden Euro in der Kranken- und eine Milliarde Euro in der Pflegeversicherung, insgesamt also rund 7,3 Milliarden Euro.
Rund 90 Prozent dieser Summe fließen in die niedersächsische Gesundheitswirtschaft - an Ärzte, Zahnärzte und andere Gesundheitsberufe, an Krankenhäuser, Rettungsdienste und mehrere tausend Pflegedienste und Pflegeheime.
AOK und IKK Niedersachsen sind einander in punkto Versichertenstruktur, Geschäftsstellenpolitik, Unternehmenskultur und gesundheitspolitischer Ausrichtung sehr ähnlich. Eine flächendeckende Präsenz in der Region ist für beide zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Die zusammen 2,45 Millionen Versicherten werden daher auch in Zukunft in jedem größeren Ort eine Geschäftsstelle oder einen Servicepunkt finden.
Ebenfalls sehr wichtig ist die breite Basis in der heimischen Wirtschaft: AOK und IKK sind stark im Mittelstand und im Handwerk verankert. Die fusionierte Kasse wird dies organisatorisch durch die Einrichtung eines eigenen Handwerkerbeirates abbilden. Beschäftigte und Arbeitgeber im Handwerk sollen von maßgeschneiderten Betreuungskonzepten sowie von Projekten der betrieblichen Gesundheitsförderung profitieren. Die AOK hat seit zehn Jahren ein eigenes Institut für Gesundheitsconsulting, das bereits Hunderte von Betrieben beraten hat, wie sie für gesunde Bedingungen am Arbeitsplatz sorgen können. Das Ergebnis sind niedrigere Krankenstände, mehr Arbeitszufriedenheit und dadurch höhere Produktivität.
Die AOK bringt rund 2,14 Millionen Versicherte mit, die IKK 285.000. Zusammen entspricht dies rund einem Drittel aller gesetzlich Versicherten zwischen Harz und Nordsee. Die Arbeitsplätze der 6750 Beschäftigten sind sicher, weil beide Unternehmen fusionsbedingte Entlassungen ausgeschlossen haben.
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